Abstinenznachweise

Durchführung von Abstinenznachweisen


In bestimmten Fällen ist zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. Eventuell muss der Verkehrsteilnehmer nach Drogen- oder Alkoholauffälligkeiten im Straßenverkehr zur MPU seine Abstinenz belegen. Hierfür müssen bei der MPU Nachweise vorgelegt werden. 

Wir bieten in unserer Praxis die Durchführung solcher Abstinenzprogramme an - entweder in Form von Urin-Screenings (6 oder 12 Monate Dauer) oder in Form von Haaranalysen. Die Durchführung der Programme entspricht den aktuellen CTU-Kriterien (3. Auflage „Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien“ - 2013). Die Analysen werden in einem nach DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke akkreditierten Labor durchgeführt. 

1. Nachweis der Drogenabstinenz


Kraftfahrer, die ihre Fahrerlaubnis verloren haben aufgrund von Führen eines Kraftfahrzeugs unter Einfluss von Drogen oder anderen psychoaktiven Substanzen (z.B. Medikamente), müssen in der Regel zu Wiedererlangung des Führerscheins eine Medizinsch-Psychologische Untersuchung (MPU) durchführen lassen. Abgesehen von Ausnahmen (z.B. beim gelegentlichen Cannabiskonsum) muss der Kraftfahrer eine Drogenabstinenz von 12 Monaten belegen. Hierbei ist zu beachten, dass der Abstinenznachweis zeitnah zur MPU erbracht werden sollte (keine Abstinenzlücken von mehr als vier Monaten vor der MPU). 

Die amtlich anerkannten Begutachtungsstellen akzeptieren als Abstinenznachweise zwei Varianten:

a) Drogenabstinenzprogramm

Beim Abstinenzprogramm für Drogen wird der Kraftfahrer über einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten spontan (also unvorhersehbar) zur Urinprobe einbestellt. Bei 6 Monaten Abstinenz erfolgt insgesamt vier mal eine Einbestellung; bei 12 Monaten wird der Teilnehmer sechs mal einbestellt. Er unterschreibt zu Beginn einen Vertrag, in welchem er sich verpflichtet, sich innerhalb von 24 Stunden (in der Regel ein Tag nach Benachrichtigung) vorzustellen. Urlaubszeiten müssen rechtzeitig (mindestens 2 Wochen vor Antritt des Urlaubs) gemeldet werden, damit hier keine Einbestellung erfolgt. Nach Abschluss des Abstinenzprogramms erhält der Klient eine Bescheinigung, in welchem ihm die Abstinenz bestätigt wird. Diese Bescheinigung ist bei der Fahreignungsbegutachtung (MPU) vorzulegen. 

Damit der Abstinenznachweis verwertbar ist, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen: 

  • Der Teilnehmer hat sich bei jeder Urinanalyse mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass zu identifizieren
  • Die Urinabgabe erfolgt unter ärztlicher Aufsicht bzw. unter Aufsicht des medizinischen Fachpersonal
  • Verdünnte oder verwässerte Urinproben sind nicht verwertbar - der Kunde hat hierfür selbst Sorge zu tragen (innerhalb der letzten 12 Stunden vor der Urinentnahme sollten maximal 1 - 1,5 Liter Flüssigkeit zugeführt werden)
  • Die Urinproben müssen von einem speziell dafür akkreditierten Labor ausgewertet werden (DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke)

Folgende Ereignisse führen zum Abbruch des Programms:

  • Fehltermine
  • Wiederholt verdünnte Urinproben
  • Nachweis einer der untersuchten Substanzen 

b) Abstinenz durch Haaranalysen 

Alternativ zum Drogenabstinenzprogramm kann die Drogenabstinenz auch mit einer Haaranalyse belegt werden. In Abhängigkeit von der Haarlänge (1 cm Haarlänge entspricht durchschnittlich einem Monat Analysezeitraum) kann nach Analyse von zwei bleistiftdicken Haarsträngen bei fehlendem Drogennachweis eine entsprechende Abstinenz bestätigt werden. Nach den aktuellen Änderungen der Beurteilungskriterien (3. Auflage - 2013) ist zum Beleg der Drogenabstinenz mittels Haaranalyse ein maximaler Abstinenzzeitraum von 6 Monaten zulässig (entspricht einer Haaranalyse von 6 cm Länge). Wer also 12 Monate Drogenabstinenz belegen möchte muss zwei Haaranalysen von jeweils 6 cm Länge vorlegen. Die beiden Haaranalysen sollten den Abstinenzzeitraum lückenlos belegen - die zweite Haaranalyse sollte somit idealerweise 6 Monate nach der ersten Haaranalyse durchgeführt werden.

Auch hierfür müssen bestimmte Kriterien bzgl. Abnahme und Durchführung erfüllt sein (sogenannte CTU-Kriterien):

  • Der Kunde hat sich bei der Haaranalyse mit einen gültigen Personalausweis oder Reisepass zu identifizieren
  • Die Haarprobe muss von einem speziell dafür akkreditierten Labor ausgewertet werden (DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke)
  • Die Entnahme des Haarstranges erfolgt durch den Arzt oder das medizinisches Fachpersonal
  • Die Entnahme des Haarstrangs erfolgt kopfhautnah
  • Die Haare dürfen nicht gefärbt oder getönt sein 

2. Nachweis der Alkoholabstinenz


Kraftfahrer, die ihre Fahrerlaubnis aufgrund einer Trunkenheitsfahrt verloren haben, müssen in der Regel zu Wiedererlangung des Führerscheins eine Medizinsch-Psychologische Untersuchung (MPU) durchführen lassen. Insbesondere wenn früher ein missbräuchliches Alkoholtrinkverhalten oder gar eine Alkoholabhängigkeit vorlag, ist für eine erfolgreiche MPU die Alkoholabstinenz zu fordern. 

Die amtlich anerkannten Begutachtungsstellen akzeptieren als Abstinenznachweise auch hier die zwei Varianten:

a) Alkoholabstinenzprogramm

Beim Abstinenzprogramm für Alkohol wird der Kraftfahrer (wie beim Drogenabstinenzprogramm) über einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten spontan (also unvorhersehbar) zur Urinprobe einbestellt. Die Urinproben werden auf das Alkoholabbauprodukt Ethylglucuronid (ETG) untersucht. Bei 6 Monaten Abstinenz erfolgt insgesamt vier mal eine Einbestellung; bei 12 Monaten wird der Teilnehmer sechs mal einbestellt. Er unterschreibt zu Beginn einen Vertrag, in welchem er sich verpflichtet, sich innerhalb von 24 Stunden (in der Regel ein Tag nach Benachrichtigung) vorzustellen. Urlaubszeiten müssen rechtzeitig (mindestens 2 Wochen vor Antritt des Urlaubs) gemeldet werden, damit hier keine Einbestellung erfolgt. Nach Abschluss des Abstinenzprogramms erhält der Klient eine Bescheinigung, in welchem ihm die Abstinenz bestätigt wird. Diese Bescheinigung ist bei der Fahreignungsbegutachtung (MPU) vorzulegen. 

Damit der Abstinenznachweis verwertbar ist, sind auch hier bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen: 

  • Der Teilnehmer hat sich bei jeder Urinanalyse mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass zu identifizieren
  • Die Urinabgabe erfolgt unter ärztlicher Aufsicht bzw. unter Aufsicht des medizinischen Fachpersonal
  • Verdünnte oder verwässerte Urinproben sind nicht verwertbar - der Kunde hat hierfür selbst Sorge zu tragen (innerhalb der letzten 12 Stunden vor der Urinentnahme sollten maximal 1 - 1,5 Liter Flüssigkeit zugeführt werden)
  • Der Kunde hat eigenständig dafür zu sorgen, auf alkoholhaltige Nahrungsmittel bzw. Medikamente zu verzichten
  • Die Urinproben müssen von einem speziell dafür akkreditierten Labor ausgewertet werden (DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke). 

Folgende Ereignisse führen zum Abbruch des Programms:

  • Fehltermine
  • Wiederholt verdünnte Urinproben
  • Nachweis von Ethylglucuronid (ETG) in der Urinprobe 

b) Abstinenz durch Haaranalysen 

Alternativ zum Alkoholabstinenzprogramm kann die Alkoholabstinenz auch mit einer Haaranalyse belegt werden. Im Unterschied zur Haaranalyse auf Drogen beträgt der maximale Analysezeitraum hier drei Monate (maximale Haarlänge 3 cm). Zum Nachweis von 6 Monaten Alkoholabstinenz sind somit zwei Haaranalysen in Abstand von drei Monaten durchzuführen (entsprechend vier Haaranalysen für einen Zeitraum von 12 Monaten).

Auch hierfür müssen bestimmte Kriterien bzgl. Abnahme und Durchführung erfüllt sein (sogenannte CTU3-Kriterien):

  • Der Kunde hat sich bei der Haaranalyse mit einen gültigen Personalausweis oder Reisepass zu identifizieren
  • Die Haarprobe muss von einem speziell dafür akkreditierten Labor ausgewertet werden (DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke)
  • Die Entnahme des Haarstranges erfolgt durch den Arzt oder das medizinisches Fachpersonal
  • Die Entnahme des Haarstrangs erfolgt kopfhautnah
  • Die Haare dürfen nicht gefärbt oder getönt sein

Kosten siehe Honorar-Liste


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